Drei lange Jahre nach ihrem Debüt „Das Herz ist ein Sammler“ hat die Münchner Gitarrenband Fertig, Los! ihr zweites Album fertig gestellt. Es heißt „Pläne für die Zukunft“
und erscheint am 2. April 2010. Doch was auf den ersten Blick wie ein fast schon beängstigend seriöser Albumtitel klingt, verliert auf Nachfrage im nu seinen Schrecken. "Sich
Pläne für die Zukunft machen ist eigentlich Blödsinn", erklärt Sänger, Gitarrist und Songwriter Philipp Leu, "denn man weiß ja eh nie, wo man am Ende landet.
Denn wer von uns hätte vor fünf Jahren gedacht, dass wir mal als Band über unser zweites Album sprechen." Doch nun liegt der Follow-Up zum 2007er-Erstling tatsächlich vor. Und
es ist ein Album geworden, bei dem das Trio Philipp Leu, Julia Viechtl (Bass) und Florian Wille (Schlagzeug) ganz offensichtlich alles richtig gemacht hat. Bereits die erste
Single „Wenn du mich brauchst“ zeigt, welche Finesse, Sorgfalt und Ernsthaftigkeit die Band bei der Weiterentwicklung ihrer Musik walten ließen. Alle Qualitäts-Merkmale, die
Fertig, Los! bereits 2007 auszeichneten, sind nach wie vor vorhanden. Doch man spürt sofort, mit welchem Enthusiasmus und mit welcher Konsequenz an jedem noch so winzigen Detail
geschraubt wurde, um den Sound und das Bild von Fertig, Los! zu optimieren und zu schärfen. Ein Prozess, an dem die ca. 200 Livekonzerte in den vergangenen Jahren mit Sicherheit
nicht ganz unschuldig waren, die die Band u.a. im Vorprogramm von P!nk, Wir Sind Helden, The Rifles, Silbermond und Sportfreunde Stiller absolvierte.
In punkto Produktions-Set-Up setzten Fertig, Los! auf frische Kompetenz. Die Stücke des Albums entstanden in Zusammenarbeit mit den Produzenten Patrik Berger und Jochen Naaf in
Köln und Stockholm. „Der Sound ist viel düsterer und intensiver als auf dem ersten Album“, erklärt Drummer Flo. Kein Zweifel: Der freundliche Gitarrenpop des ersten Albums ist
einem hochdynamischen, z.T. elektrifizierten Bandsound gewichen, der Vergleiche mit britischen Genre-Heavyweights wie den Editors, Franz Ferdinand oder Interpol ganz gewiss nicht
zu scheuen braucht. "Wir haben uns ein paar sehr coole 80er-Synthesizer besorgt, die der Platte einen deutlich elektronischeren Toch geben", erläutert Julia, "Philipp musste sie
allerdings erst einmal reparieren, weil sie so kaputt waren."
Darüber hinaus wartet der elf Stücke umfassende Longplayer mit einigen musikalischen Überraschungen auf, so z.B. bei dem Opener "Ein neuer Gott". "Als ich bei meinem Vater in
Transsilvanien war, besuchte ich eine Kirchenmesse und da hab ich diesen Mönchschor gehört", erzählt Philipp, "ich wusste gleich, dass ich genau das im Song haben will, bin
schnell nachhause gerannt, hab mein Aufnahmegerät geholt und hab die nach der Messe in dieser Kirche noch aufgenommen. Jetzt haben wir einen transsilvanischen Mönchschor auf der
Platte."
Fertig, Los!
22.10.2010 Kaiserslautern, Kammgarn
23.10.2010 Bayreuth, Zentrum
06.11.2010 Schrobenhausen, Cantona
07.11.2010 Frankfurt, Brotfabrik
08.11.2010 Magdeburg, Projekt 7
09.11.2010 Dortmund, Fzw
10.11.2010 Bielefeld, Falkendom
11.11.2010 Weinheim, Cafe Central
12.11.2010 Erfurt, Museumskeller
13.11.2010 Berlin, Magnet
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